Im Trend: Wolle als Funktionsbekleidung

Der Schnee hält Tirol und große Teile Österreichs fest im Griff. Das flockige Weiß ermöglicht derzeit nicht nur ein gewisses Powder-Gefühl auf gesicherten Pisten, sondern ladet auch zu winterlichen Outdoor-Aktivitäten im Tal ein. Beispielsweise kann man derzeit wirklich wunderbar die Winterlandschaft auf den nordischen Loipen im Tuxertal genießen. Auch wenn das Wetter nicht immer dem Ideal entspricht, es gilt wie immer: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Ausrüstung.

Winter in Tux
Bezaubernde Winterlandschauft mit Ausblick auf die Loipe in Madseit / Tux. Aufnahmedatum 11.01.2019

Gute Ausrüstung muss nicht automatisch das modernste synthetische Gewebe enthalten, denn es gibt viele Materialien, die hervorragend fürs „Sporteln“ geeignet sind. Dabei gibt es ein breites Spektrum an hoch-modernen Fasern, unter denen man wählen kann. Bei all der stattfindenden Innovation im Textilbereich entpuppt sich eine allbekannte Faser als Eierlegende-Wollmilchsau, die dazu noch total im Trend liegt: WOLLE.

Das Comeback der Wolle

Vor 100 Jahren war die Auswahl an modernen Kunstfasern praktisch nicht vorhanden – man bediente sich also im Alpinen Bereich am tierischen Naturhaar „Wolle“ um sich vor Kälte und Wind zu schützen. Wolle wurde dann von hoch-technologischen synthetischen Fasern im Sportbereich abgelöst. Einige Zeit schien es so, als ob Wolle im Sportbereich kaum mehr eine Rolle spielt. Doch das Blatt scheint sich gewendet zu haben.

Vermutlich verhalf der Trend zur Nachhaltigkeit und einem umweltbewussten Leben der (Merino-)Wolle zu einem unerwarteten Comeback. Im Sportbereich stellt sich die Frage, ob nun die Jahrhunderte alte Faser mit den synthetischen mithalten kann.

Die kurze Antwort: Ja!

Die lange Antwort: Ja, sie kann ;-). Nun aber Spaß bei Seite – denn sie steht der Kunstfaser in nichts nach – ganz im Gegenteil:

  • Wolle wärmt, wenn es kalt ist und kühlt, wenn es heißt ist
  • Schneller Feuchtigkeitstransport: Außen sind die Fasern wasserabweisend im inneren jedoch wasserabsorbierend und ermöglichen dadurch schnellen Schweiß-Abtransport
  • Keine Geruchsbelästigung mehr: Die Oberfläche von Wolle ist Abweisend gegenüber Schmutz und Bakterien. Während man also bei vielen synthetischen Fasern schnell recht intensive Gerüche ausstößt, so riecht ein „Wollleiberl“ beinahe wie frisch gewaschen.
  • Nicht zu vergessen: Wolle ist sehr leicht und wächst immer wieder nach – ganz nachhaltig also.

Für den Sport gemacht bzw. gewachsen

All das sind Eigenschaften, die im (Winter-)Sport gebraucht werden, denn der optimale Feuchtigkeitstransport ist essentiell, wenn man nicht Schwitzen und Frieren zugleich möchte. Außerdem ist nichts unangenehmer als ein klitschnasses und stinkendes Leiberl bei der obligatorischen Einkehr.

Unser Fazit also: (Merino-)Wolle ist ein muss für alle, die mit der synthetischen Wäsche/Kleidung irgendwie unzufrieden sind. Sie ist schnelltrocknend, temperierend und wirklich pflegeleicht. Insofern ist das Comeback der Wolle nicht nur geglückt, gewissermaßen war es längst überfällig. Mein persönliches Fazit: Es gibt keine angenehmere Faser im Alltag und im Sport.

Und warum Wolle nicht unbedingt Kratzen muss und wofür sie sonst noch geeignet ist, erfährst du von Ulla im nächsten #NENNERBLOG-Beitrag.

Ausführliche Infos zum Thema Wolle findet ihr im neuen Just N Magazin ab Seite 25 auf www.sportnenner.at/justn

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